Von Melanie Göhler
Mit einem kämpferischen Auftritt präsentierten sich die MTV-Handball-Frauen vor heimischem Publikum im Viertelfinale des HVB-Pokals. Mit dem HV Grün-Weiß Werder wartete dabei eine echte Herausforderung: Zu Gast waren nicht nur die amtierenden Meisterrinnen der Regionalliga Ostsee-Spree, sondern zugleich die Titelverteidigerinnen im Pokal.
Bereits in der Saison-Vorbereitung waren beide Mannschaften aufeinandergetroffen und damals hatte Werder die Partie noch deutlich mit 20 Toren Unterschied für sich entschieden.
Trotz eines durch mehrere Krankheitsfälle stark dezimierten Kaders war das Ziel für die MTV-Frauen klar: Ein anderes Gesicht als im Vorbereitungsspiel zeigen, mutig auftreten und die Partie so lange wie möglich offen gestalten.
Und der Start klappte direkt. Romy Hübscher erzielte bereits in der ersten Minute den ersten Treffer der Partie. Den besseren Beginn erwischten dennoch die Gäste aus Werder, die sich zunächst auf 4:1 absetzen konnten. Anschließend entwickelte sich eine von Fehlern auf beiden Seiten geprägte Phase, in der die MTV-Frauen jedoch nicht abreißen ließen und sich immer wieder auf drei Treffer herankämpften.
Mit zunehmender Spieldauer legte sich auch die anfängliche Nervosität. Im Angriff gelangen nun immer wieder sehenswerte Aktionen aus der zweiten Welle und dem Positionsspiel. Gegen die kompakte Werderaner Abwehr fand der MTV über die gesamten ersten 30 Minuten gute Lösungen. Gleichzeitig nutzten die Gäste vor allem ihr Tempospiel und kamen über die zweite Welle zu erfolgreichen Abschlüssen. Mit einem 15:11 für den Favoriten ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Schon zu diesem Zeitpunkt war allerdings klar, dass die personelle Situation des MTV ihren Tribut fordern würde. Mit lediglich einer Wechseloption im Rückraum und einer weiteren auf Außen war das hohe Tempo über die gesamten 60 Minuten nur schwer aufrechtzuerhalten.
Wie bereits zu Beginn der Partie fanden die MTV-Frauen auch nach dem Seitenwechsel zunächst nicht richtig ins Spiel. Werder nutzte diese Phase konsequent und baute den Vorsprung weiter aus. Nach zehn Minuten reagierte Trainerin Stefanie de Beer mit einer Auszeit. Die Mannschaft fing sich etwas und setzte offensiv vor allem mit Treffern aus dem Rückraum und von Rechtsaußen immer wieder Akzente. Noch einmal ernsthaft in Schlagdistanz zu kommen, gelang allerdings nicht mehr.
Umso erfreulicher war die Leistung in der Defensive. Aus der personellen Not heraus stellte der MTV eine grundsolide Abwehr, die den Regionalligisten über die gesamte Partie bei unter 30 Treffern hielt. Einen großen Anteil daran hatten auch Selina Heese und Carolin Reibold im Tor, welche sich durch wichtige Paraden auszeichnen konnten.
Auch wenn am Ende eine deutliche Niederlage auf der Anzeigetafel stand, konnten die MTV-Frauen mit ihrem Auftritt insgesamt zufrieden sein. Im Vergleich zum Vorbereitungsspiel zeigte die Mannschaft eine klare Entwicklung, hielt insbesondere in der ersten Halbzeit gut dagegen und verlor trotz der schwierigen personellen Voraussetzungen nie den Spaß am Spiel.
Nun gilt es, die positiven Erkenntnisse aus dem Pokalspiel mit in die Trainingswoche zu nehmen. Am kommenden Spieltag wartet im Ligaalltag auswärts mit dem SV Blau-Weiß Wusterwitz bereits die nächste Aufgabe. Gegen die direkten Tabellennachbarinnen wollen die MTV-Frauen den nächsten Schritt nach vorne machen und diesmal auch wieder wichtige Punkte mit nach Hause nehmen.
























