Abteilung Handball

„Die acht Punkte kann und keiner mehr nehmen“

Die Handballer des MTV bleiben auch nach dem vierten Spiel der Regionalliga Ostsee-Spree ungeschlagen und sind derzeit sogar Tabellenzweite. Gegen die TSG Lübbenau gelang ein souveräner 30:21-Sieg.

Die Reise nach Lübbenau begann für die Regionalliga-Handballer des MTV Altlandsberg wie eine Urlaubsreise. Das schöne Wetter sorgte für ausgelassene Stimmung im Bus. Der Fan-Club mit Conny, Hannelore, Wolfgang, Dieter, Ulli, „Mieze“ und Lothar hatte seine Stammplätze eingenommen und alle waren sich sicher: „Wir gewinnen gegen die TGS Lübbenau“. Und es gab ein Ständchen von allen Mitreisenden für das Geburtstagskind in der Mannschaft: Tim Ermling wurde an diesem Tag 24 Jahre alt. Nur einer war sehr ruhig und bereitete sich nochmals mit einer Videoanalyse per Laptop auf das Spiel vor: Trainer Roy Kalweit. „Wir dürfen die Angreifer der TSG nicht über die Mitte kommen lassen, da sind sie stark. Vor allem auf unsere eigenen Stärken wie das Tempospiel müssen wir heute setzen“, sagte er vor dem Anwurf. 

Die Anfangsphase der Partie gestaltete sich ausgeglichen. Vor allem, weil die Abwehr der Gastgeber sehr eng und gut stand. Da gab es kaum echte Chancen für die schnellen MTV-Angreifer. Lübbenau musste einen herben Rückschlag hinnehmen. Mit Sanak Elshekh fiel einer der bis dahin auffälligsten Spieler verletzungsbedingt aus. Auf der anderen Seite war der Kapitän des MTV kaum zu halten. Marcus Schwiderski kam immer wieder aus dem Rückraum und war sehr treffsicher. Er wurde auch nach dem Spiel von seiner Mannschaft zum „Spieler des Tages“ gewählt. Hinten war es aber wieder einmal Torhüter Jan Lebelt, der einige Würfe der Spreewälder regelrecht entzauberte. Zum Beispiel in der ersten starken Phase der Gastgeber, als die TSG drohte nach dem 7:5 langsam das Spiel an sich zu reißen. Lebelt parierte großartig und der MTV konnte auf 8:8 ausgleichen. Bis zur Pause blieb es spannend. Der MTV ging mit einer 12:11-Führung in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff zeigte der MTV dann aber, dass es wahrlich kein Zufall ist, dass die Mannschaft auf dem zweiten Platz der Regionalliga-Tabelle steht. Nach 43 Minuten hieß es 19:13 für den MTV. Auch wenn bei den Gastgebern ein deutlicher Kräfteverschleiß zu erkennen war, der MTV gab in der „Blau-Gelb-Arena“ ganz klar den Ton an. Nach 53 Minuten stand es 25:17 und damit war die Partie auch längst entschieden. In der Schlussminute konnte Jan Lebelt dann noch den Strafwurf des Lübbenauers Akaki Patashuri halten und seine insgesamt sehr gute Leistung krönen. 

Im Jubelkreis kurz nach dem Spiel war von den MTV-Spielern sogar noch die Botschaft „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ zu vernehmen. Eine Momentaufnahme, denn das Parallel-Spiel HSV Insel Usedom gegen den Lausitzer HC Cottbus hatte erst später angefangen. Die Cottbuser gewannen bei den Norddeutschen und bleiben ganz vorn und auch weiterhin der ganz große Favorit auf den Meisterschaftstitel.

„Natürlich bin ich heute zufrieden. Meine Mannschaft hat streckenweise sehr gut gespielt. Jetzt kommen auf uns mit Usedom und Cottbus die ganz harten Brocken zu. Wir bleiben realistisch, haben acht Punkte, die uns keiner mehr nehmen kann und werden versuchen, den Schwung weiter mitzunehmen“, sagte Roy Kalweit auf der Rückfahrt zu Heimischen Erlengrundhalle. Dabei wurde noch einmal ordentlich angestoßen und die Reste vom Buffet, das in erster Linie Edelfan Hannelore mitgerbacht hatte, vertilgt. Das ist alles in allem echtes Vereinsleben! 

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