Abteilung Handball

Spannung bis zur Schluss-Sirene

Die Handballer des MTV Altlandsberg mussten gegen den HSV Insel Usedom die erste Saisonniederlage einstecken. Sie verloren nach einem tollen Spiel in der Erlengrundhalle mit 30:33. Doch sie boten dem Favoriten einen großen Kampf und genau betrachtet: Es war sogar mehr drin. 

Wer weiß, wie spannend es in den Schlussminuten noch geworden wäre, wenn Tim Ermling eine Minute vor Schluss seinen Strafwurf verwandelt hätte. Der sonst so zuverlässige Schütze vom Punkt hatte Pech, denn der Ball prallte vom Pfosten zurück ins Spielfeld. Es stand 31:29 für Usedom und der MTV drückte mächtig. Niemand wird dem 24-jährigen Kreisläufer einen Vorwurf machen, der wie alle im MTV-Trikot ein prima Spiel gegen Usedom absolvierte.  

Das Spiel begann mit einem krassen Fehlpass von Konstantin Gorka. Den folgenden Angriff der Usedomer konnte Torhüter Tim Folgmann aber mit einem unglaublichen Reflex parieren. Von da an ging es Schlag auf Schlag. Beide Mannschaften spielten hohes Tempo. Erst als Usedom beim 8:4 davonzuziehen drohte, nahm MTV-Trainer Roy Kalweit eine Auszeit, um seine Männer wieder neu zu justieren. Langsam kam der MTV wieder zurück in die Partie. Punkstück bei den Gästen war natürlich der Abwehrblock am Kreis. Gegen Christian Schwarz, Karol Moszinski, Dawid Ruhnke oder Marc-Christoph Hagemeier hatten es die MTV-Angreifer sehr schwer. Zur Halbzeit stand es 15:13 für Usedom. Fabio Pastor hatte in der letzten Sekunde das 13. Tor für den MTV erzielt.  

Im MTV-Anhang war man sich einig und immer wieder war zu hören: „Unsere Jungs machen das sehr gut heute und noch ist nichts verloren.“ Die beste Phase im Spiel hatte der MTV ab der 35. Minute. Spätestens zu diesem Zeitpunkt unterstrich die Mannschaft, dass sie in der Regionalliga durchaus zum Favoritenkreis gehören kann. Auch in dieser Partie zählten die Torhüter des MTV zu den besten Spielern auf der Platte. Jan Lebelt hielt einen Strafwurf in der 38. Minute. Im direkt folgenden Angriff konnte Gorka zum viel umjubelten 19:19 treffen. Aber Usedom hat eben eine klasse Mannschaft. Alles ging so schnell und schon lagen die Norddeutschen nach weiteren zwei Minuten wieder mit 21:19 vorn. Das Spiel wurde nun noch dramatischer. Der MTV glich zum 22:22 aus und nach 47 Minuten hieß es 24:24.

Der HSV Insel Usedom hatte in der Schlussphase die besseren Nerven, spielte teilweise mit offensiver Deckung und blieb im Abschluss sehr effektiv.  

„Natürlich hätten wir gern gewonnen. Der Erfolg war sogar möglich. Wir haben in einigen Phasen einfach zu hektisch gespielt und dabei auch in der Summe ein paar Fehler zu viel gemacht. Wir werden das Spiel analysieren und darüber sprechen. Trotzdem können wir beim MTV alle mit der Leistung unserer Mannschaft zufrieden sein. Usedom hat ein starkes Team. Hoffentlich können wir den Schwung mitnehmen, denn schon am nächsten Samstag haben wir ein weiteres Heimspiel. Auch die SG OSF Berlin ist ein dicker Brocken“, fasste Roy Kalweit das Spiel zusammen.

Empfehlungen

1 / 8