Für die Handball-Frauen des MTV Altlandsberg war der Turnierverlauf am Final-Four um den Landespokal des HVB eher mit einer Ernüchterung zu vergleichen. In beiden Spielen – Halbfinale und Spiel um Platz drei – mussten sie hohe Niederlagen einstecken. Im Prinzip bleibt den Handballerinnen nur das Erlebnis, in der MBS-Arena Oranienburg mit gewesen zu sein. 

Am ersten Tag des Finales 2026 mussten die Frauen gegen den VfB Doberlug-Kirchhain antreten. Die Handballerinnen aus dem Elbe-Elster-Kreis liegen in der aktuellen Tabelle der Oberliga nur auf Platz 10. Somit war der Tabellenvierte aus Altlandsberg vom Papier her der Favorit in dieser Partie. Doch beim MTV lief kaum etwas zusammen. Nach einer schnellen 2:0-Führung brach das Spiel regelrecht zusammen. Der VfB konnte sich absetzen und lag zur Halbzeit mit 15:12 vorn. Die zweite Halbzeit gestalteten die Handballerinnen aus Doberlug-Kirchhain noch deutlicher. Am Ende gewannen sie das Spiel mit 33:25. 

Im zweiten Halbfinale spielten der große Favorit auf den Pokalgewinn, HV Grün-Weiß Werder, und der HSV Frankfurt (Oder) gegeneinander. Auch hier gab es ein deutliches Ergebnis. Werder aus der Regionalliga Ostsee-Spree gewann gegen den Oberligisten aus Frankfurt mit 36:14.

Am zweiten Pokalfinaltag bestritten somit der MTV Altlandsberg und der HSV Frankfurt (Oder) das Eröffnungsspiel. Schwungvoll ging es mit lautem Schlachtruf los. „Wir singen grün, wir singen weiß, wir singen grün-weiß MTV.“ Doch auch im Spiel um Platz drei enttäuschten die Frauen des MTV. Bereits zur Halbzeit war das Spiel so gut wie entschieden. Die Frankfurterinnen führten mit 11:6. Nur vereinzelt war Optimismus im Fan-Block des MTV zu vernehmen. Henry Gudzinski zum Beispiel sagte: „Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir müssen einfach dranbleiben.“ Auch Michael Wüstner wollte noch nicht von einer Niederlage sprechen. „Was mir gefällt: Sie geben nicht auf. Was mir nicht gefällt und somit auch Sorgen macht, ist die schlechte Chancenverwertung.“

Frankfurt warf Tor um Tor und konnte bis auf 16:6 davonziehen. Am Ende gewannen sie die Partie mit 24:14. 

„Natürlich bin ich enttäuscht“, sagte Trainer Mario Kaiser. „Wir konnten unsere zahlreichen Ausfälle in unserem Aufgebot einfach nicht kompensieren. Ich möchte dem HSV gratulieren und auch betonen, dass ich ihm die Bronzemedaille absolut gönne.“ Mario Kaiser sagte weiter, dass sich der MTV nun voll auf die Spiele in der Oberliga konzentrieren will. „Die beiden Tage in Oranienburg waren ein großartiges Erlebnis. Wir haben in einer tollen Halle mit perfekter Turnierorganisation gespielt. Ein großer Dank gilt natürlich unseren treuen Fans, denen wir sehr gern ein besseres Turnierergebnis geboten hätten.“

Im Finale besiegte dann der HV Grün-Weiß Werder erwartungsgemäß den VfB Doberlug Kirchhain mit 38:11. 

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