„Das Ergebnis heute fühlt sich eher wie eine Niederlage an“, sagte leicht enttäuscht MTV-Trainer Roy Kalweit nach der Partie bei der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst. Und tatsächlich – hätte Leon Erdmann seinen Strafwurf Sekunden vor der Schluss-Sirene nicht verwandelt … Das Spiel endete 32:32. Leon Erdmann war auch erfolgreichster Werfer beim MTV. Zehn Tore gehen allein auf sein Konto.
Der MTV Altlandsberg sollte in der Schlussphase der Oberliga-Meisterschaft weiter die Konzentration hochhalten und aufpassen, seine gute Position am Ende nicht noch leichtfertig zu verspielen. Nachdem der Sieg gegen den Oranienburger HC II nachträglich aberkannt wurde, gab es nun erneut einen Punktverlust, der eigentlich auch nicht nötig war. Der MTV hatte die Partie bis zum 25:21 (45. Minute) ganz gut im Griff, ließ aber plötzlich deutlich nach. Die HSG – eine erfahrene und gut eingespielte Mannschaft – witterte Morgenluft und konnte nun das Spiel sogar noch drehen. Die Altlandsberger Handballer kamen völlig aus dem Tritt. Die Abwehrarbeit ließ plötzlich nach und im Angriff wurden leichtsinnig Chancen vergeben. „Es war wie eine Kettenreaktion, in der sich die Fehler häuften“, berichtet Roy Kalweit.
Zwei Minuten vor Schluss lag der Gastgeber sogar mit 31:30 in Front. „Meine junge Mannschaft wurde sichtbar nervös. Am Ende haben wir einen Punkt noch gerettet. Das ist wohl in dieser Saison so. Wir sind die Gejagten und jeder will natürlich den Spitzenreiter der Liga schlagen. Ich denke, wir alle im Team haben an diesem Nachmittag etwas dazugelernt.“
Wird die Meisterschaft nun doch wieder spannend? Der MTV hat alles noch selbst in der Hand und liegt mit vier Punkten Abstand zum Tabellenzweiten, HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf, auch weiterhin recht souverän an der Tabellenspitze. „Was wirklich ein Problem ist, sind die langen Pausen zwischen den Spieltagen. Es ist schwierig, im Rhythmus zu bleiben“, sagt Roy Kalweit mit Blick auf den weiteren Spielplan. So findet die nächste Partie erst am 18. April statt. Dann geht es gegen den 1. SV Eberswalde. Eberswalde ist Tabellenvorletzter, doch Kalweit mahnt schon jetzt zur Vorsicht. „Die haben sich bestimmt noch nicht mit ihrer Tabellensituation und einem möglichen Abstieg abgefunden und werden gegen uns alles reinhauen.“ Ähnliches gilt auch für die weiteren Gegner des MTV: HC Bad Liebenwerda und HSV Bernauer Bären.
Gute Nachrichten gibt es in der Zwischenzeit von Phillip Hudewenz. Er wurde nach seinem Riss der Achillessehne operiert und kann schon wieder ohne Krücken laufen. Spielen wird er in dieser Saison allerdings nicht mehr.