Noch viele Punkte sind zu vergeben 

Der nächste Gegner der Altlandsberger Handballer heißt SV Warnemünde. Die Mannschaft liegt derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz. Eine lösbare Aufgabe für den MTV?

Zunächst gilt den Gästen aus dem Norden der Republik ein „Herzliches Willkommen in der Erlengrundhalle“. Der SV Warnemünde ist ein Verein mit langer Tradition. Ein Blick in die Vereinsgeschichte: Am 14. Juni 1949 gab es die erste Mitgliederversammlung des Warnemünder Sportvereins, der zunächst den Namen BSG WARNOW erhielt. Die Handballer waren Mitbegründer dieser neuen Betriebssportgemeinschaft. Im Jahre 1951 stieg die erste Männermannschaft in die Landesliga auf. Gespielt wurde auf dem Großfeld. 1998, im Jahre des 50. Bestehens des Vereins, gehörten über 300 Mitglieder zur Handballabteilung. Insgesamt 26 Mannschaften nahmen am Wettkampfbetrieb von der Kreisunion bis zur Regionalliga teil.

Der Verein hat aktuell 1350 Mitglieder. Davon sind etwa 600 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und circa 750 Erwachsene und Senioren. Somit ist der SV Warnemünde einer der größten Vereine in Rostock und im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Es sind zurzeit 90 ehrenamtliche Übungsleiter im Verein tätig. Der SV Warnemünde 1949 bietet ein vielseitiges Sportangebot. Die größten Abteilungen sind Handball, Turnen und Gymnastik und Volleyball.

Zurück in die Gegenwart: Im Hinspiel, in der Fiete-Reder-Sporthalle, gab es eine Niederlage für den MTV und eigentlich untypisch für die Norddeutschen: Sie warfen 32 Tore. Warum untypisch? Die Mannschaft von Trainer Tim Völzke ist nicht gerade durch offensive Feuerwerke bekannt. „Ja richtig, sie haben ihre Stärken in der Abwehr. Und da verfügen sie über ein echtes Bollwerk und stehen im Zentrum meist sehr kompakt“, hat MTV-Trainer Roy Kalweit beobachtet. Er hat sich den Gegner per Video angesehen und natürlich hat er einen Matchplan. „Ich hoffe, wir können in eigener Halle dominieren. Aber es wird schwer. Wir haben einige Ausfälle zu beklagen und bekanntlich stecken wir noch immer in einer schwierigen Situation.“ Roy Kalweit meint damit unter anderem auch die Nervosität in der Mannschaft – gerade beim Blick auf die Tabelle. 

Deutlich zu spüren war das auch im jüngsten Spiel beim HC Empor Rostock II. Der MTV verlor mit einem Tor. „Wir sind an sich ganz gut die Partie gekommen. Erst nach dem Zwischenstand von 7:7 gab es einen Bruch in unserem Spiel und wir verfielen wieder in die gleichen Fehlerketten, die uns in den vergangenen Spielen schon zu schaffen machten.“ Zur Halbzeit lag der MTV sechs Toren im Rückstand. Der vergrößerte sich sogar auf acht Treffer. „Wie es dann so ist. Wenn wir schon kein Glück haben, kommt auch noch Pech hinzu. Es hat auch nach beeindruckender Aufholjagd nicht gereicht.“ 

Roy Kalweit spricht mit großem Respekt von den Rostockern. „Sie haben eine hohe Qualität und können auf einen großen Kader zurückgreifen.“ Ganz ähnlich äußert er sich auch über den aktuellen Gegner. „Der SVW kommt mit breiter Brust zu uns. Am jüngsten Spieltag hat er gegen die Mecklenburger Stiere aus Schwerin gewonnen. Beim Blick auf die Tabelle wird deutlich, dass die Norddeutschen mit Abstieg und Meisterschaft nicht mehr viel zu tun haben. Sie können also locker aufspielen.“

Der MTV hofft auch in diesem Spiel auf die Unterstützung seiner Fans. „Es sind bis zum Saisonende noch acht Spiele und somit eine Menge Punkte zu vergeben“, sagt Roy Kalweit mit einem Schuss Optimismus. 

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