Die Meisterschaft bleibt weiter im Blick

Die Handball-Frauen des MTV Altlandsberg haben es weiterhin selbst in der Hand, die Meisterschaft der Oberliga nach Altlandsberg zu holen. Gegen die SG Uckermark haben sie bewiesen, dass sie das auch können. Immerhin kamen die Tabellendritten in die Erlengrundhalle. Der MTV gewann das Spiel mit 31:28. Aber es war ein hartes Stück Arbeit. 

Zu Beginn der Partie gab es eine Menge Nervosität auf beiden Seiten. Technische Fehler und Missverständnisse im Spielaufbau ließen zunächst keinen Kombinationsfluss zu. Doch mehr und mehr konnten sich die Gastgeberinnen steigern. Vor allem lag das an der guten Leistung von Lucy Hammerschmidt im Tor des MTV. Sie leitete mit ihren Paraden gleich mehrere Konter ein, die die Allandsbergerinnen in Führung brachten. Beim Stand von 5:1 nahmen die Gäste aus der Uckermark eine Auszeit, um ein wenig Luft zu holen und sich selbst neu zu sortieren. Doch die Handballerinnen des MTV hatten sich an diesem Abend offenbar ordentlich etwas vorgenommen und spielten weiter mit hohem Tempo. Nach 20 Minuten hieß es 14:6 für den MTV und zur Halbzeit 19:9. Die Altlandsbergerinnen waren in jeder Hinsicht überlegen. Sie waren in Angriff und Abwehr besser, hatten deutliche Vorteile im Spielaufbau und in der Athletik und boten auch in puncto Torausbeute eine sehr gute Partie. Vor allem die schönen Würfe und Tore aus dem Rückraum von Vivian Roland und Romy Hübscher sorgten für die spielerischen Höhepunkte in dieser Partie. Wenn man dann so deutlich in Führung liegt und so ziemlich alles klappt, dann macht Handball ganz offensichtlich auch viel Spaß. Auf den Gesichtern der Altlandsbergerinnen war immer wieder ein breites Lächeln zusehen. 

Trotzdem mahnte MTV-Coach Mario Kaiser auf dem Weg in die Kabine zur Vorsicht: „Wenn wir einen Zehn-Tore Vorsprung herausholen können, kann das unser Gegner auch.“ Eine Weisheit, die sich fast bewahrheitet.Denn auch ein Handballspiel besteht aus zwei Halbzeiten. 

Zunächst blieb es beim Abstand von zehn Toren. Doch es schlichen sich immer wieder Nachlässigkeiten ins MTV-Spiel ein. Nach dem 24:14 (40. Minute) bekamen die Frauen aus der Uckermark plötzlich so etwas wie „die zweite Luft“. Sie erzielten sechs Tore in Folge und der schöne Vorsprung war somit fast aufgebraucht. Trainer Mario Kaiser tobte an der Seitenlinie und ärgerte sich über die vielen kleinen Fehler, die seine Mannschaft und den Sieg fast in Gefahr brachten. Wieder war es aber Torhüterin Lucy Hammerschmidt, an der die Offensivspielerinnen der SG Uckermark gleich mehrfach scheiterten. Und vorn konnte Melanie Wüstner konsequent ihre Chancen nutzen. Am Ende siegten die Frauen des MTV mit drei Toren Vorsprung. Bemerkenswert war die Leistung von Annika Greger. Sie warf neune Tore und hatte bei der Verwertung ihrer Strafwürfe eine Quote von 100 Prozent. Sieben von sieben verwandelte sie sicher. 

Mario Kaiser war natürlich mit dem Sieg zufrieden, haderte aber mit dem Spiel seiner Mannschaft – vor allem in der zweiten Halbzeit. „Irgendwie zieht sich das so schon durch die gesamte Saison. Wir haben immer wieder Phasen, in denen einfach gar nichts zusammenläuft.“

Die Frauen des MTV haben nun neun Siege, vier Unentschieden und zwei Niederlagen auf dem Konto. Sie liegen aktuell auf Platz zwei der Liga. Aber Tabellenführer SV 63 Brandenburg West hat ein Spiel mehr absolviert und liegt deshalb vor dem MTV.  

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