Einmal hinter die Kulissen geschaut

Es läuft die 40. Minute im Spiel des MTV Altlandsberg gegen den … Plötzlich, ein Schrei in der Altlandsberger Erlengrundhalle. Ein Spieler bleibt liegen und der Betreuer muss helfen. Die Sache ist zunächst unklar. Der Spieler muss von der Spielfläche getragen werden. Nach der ärztlichen Untersuchung ist die Diagnose klar: Kreuzbandriss. Im Handball nicht ganz ungewöhnlich.

„Es sind die schnellen Richtungswechsel, die die Kniegelenke sehr beanspruchen. Gerade beim Handball sind es die abrupten Dreh-Stopp-Bewegungen sowie der Körperkontakt mit dem Gegner, die zu schweren Verletzungen führen können“, erklärt Dario Förster. Er hat mit dem MTV Altlandsberg einen Kooperationsvertrag und betreut in diesem Rahmen die 1. Frauen- und 1. Männermannschaft als Physiotherapeut.

Seit knapp zwei Jahren hat er seine Praxis in Neuenhagen im neuen Ärztehaus in der Hauptstraße. „Ja, es war immer mein Traumberuf“, sagt er und führt stolz durch die Räume mit den Geräten und den Therapieeinrichtungen. Der 35-Jährige bringt eine Menge Erfahrung mit, auch aus seiner Zeit bei den Füchsen Berlin, als er gemeinsam mit Sportmedizinern in der Nachwuchs-Leistungsabteilung tätig war. Dort übrigens auch mit Roy Kalweit, dem heutigen Trainer der Oberliga-Handballer.

Aktuell betreut er Lasse Fleck und er hilft ihm, den Weg in den Leistungssport zurückzufinden. „Wir machen das in aller Ruhe und mit größtmöglicher Vorsicht, um nicht zu schnell wieder mit dem Training zu beginnen. Das ist einer der häufigsten Fehler bei solchen Verletzungen.“ Lasse Fleck erlitt einen Kreuzbandriss. Ein Kreuzbandriss, auch als Kreuzbandruptur genannt, ist die vollständige oder teilweise Zerstörung durch Überlastung der innen im Knie verlaufenden Kreuzbänder. „Es gilt, die Stabilität im Kniegelenk wieder aufzubauen, um eventuelle langfristige Schäden im Kniegelenk zu vermeiden. Prinzipiell schafft man die Kreuzband-Reha zwischen 9 bis 12 Monaten, aber mit der Vorgeschichte von Lasse gehen wir natürlich auf Nummer sicher und warten alle Tests ab, bis diese positiv sind“, erklärt Dario Förster. Die Reha mit Lasse Fleck nähert sich dem erfolgreichen Ende. Nächster Patient ist Phillip Hudewenz, der sich jüngst an der Achillessehne verletzte.

Wichtig ist: Die Gesundheits- und Therapieleistungen können sowohl über eine ärztliche Privatverordnung, als auch über eine private Dienstleistung in Anspruch genommen und abgerechnet werden.

Der dreifache Familienvater hat eine Reihe von Qualifikationen vorzuweisen. So ist er unter anderem vom DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) anerkannter Sportphysiotherapeut, arbeitet aber auch als Personaltrainer sowie psychologischer Berater. In seiner nunmehr

15-jährigen praktischen Tätigkeit hat er zahlreiche spezifische Weiterbildungen absolviert und nennt auch deshalb sein Unternehmen „Zielverfolger“. Und selbst sagt er über sich: „Neben dem hohen Maß an Ehrgeiz und Zielorientiertheit ist mir vor allem aber der Spaß und die Freude an einer bewussten, gesunden und aktiven Lebensweise von großer Bedeutung.“ Um dann aber auch seine Grenzen auszutesten, nimmt er Dario Förster nimmt der regelmäßig an Wettkämpfen im Marathon oder Triathlon teil.

In seiner Praxis fallen gleich mehrere Accessoires auf, die mit dem 1. FC Union verbunden sind. „Ich bin ein großer Fan der Hauptstadtfußballer.“ Abschließend sagt Dario Förster: „Ich würde gern nochmal im Leistungssport arbeiten, ganz egal welche Sportart. Aber bei Union zu arbeiten, das wäre eine Herausforderung zu der ich nicht Nein sagen würde.“

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