Am kommenden Samstag erwarten die Oberligaherren des MTV 1860 Altlandsberg den Tabellendritten HSV Insel Usedom (Anwurf: 18:30 Uhr). Und weil es die Schützlinge von MTV-Coach Tilo Leibrich auf genau diesen dritten Platz noch abgesehen haben, ist angesichts des Gedränges im oberen Tabellendrittel sechs Spieltage vor Saisonschluss noch richtig Musik drin.

Während die Spielzeit 2017/18 in die Zielgerade einbiegt, ist eigentlich nur eine Frage entschieden: die um Meisterschaft und Aufstieg. Den Reserve-Füchsen ist der Titel wohl nicht mehr zu nehmen. Auch wenn es rechnerisch möglich ist, dürfte es angesichts des Restprogramms der Berliner und des Umstands, dass sie in dieser Saison noch keine Partie verloren haben, auszuschließen sein (die beiden einsamen zwei Minuspunkte haben sich die Füchse durch Unentschieden gegen den HSV Insel Usedom und eben den MTV 1860 Altlandsberg eingehandelt).

Danach, so etwa zwischen Platz 2 und 6, scheint hingegen alles noch Verhandlungssache zu sein. Altlandsbergs Kapitän Dominic Witkowski ist sich sicher: “Alle Teams haben noch schwierige Spiele vor sich. Der dritte Platz ist noch möglich.” Natürlich dürfen die Grün-Weißen auf dem Weg zum Zielstrich nicht mehr allzuviel Punkte liegen lassen, denn die versammelte Konkurrenz (Stralsund, Ludwigsfelde, Werder und eben Usedom) lauert nur auf Stolperer der jeweils anderen.

So gesehen kann man die nächsten acht Tage für die Altlandsberger als Woche der Entscheidung bezeichnen. Denn sie treten am Samstag nicht nur gegen die drittplatzierten Usedomer, sondern gleich am Samstag darauf gegen die zweitplatzierten Stralsunder an, die bisher auch nicht gerade viele Punkte zu verschenken hatten. “Um Stralsund kümmern wir uns ab Montag”, betont MTV-Coach Tilo Leibrich. “Jetzt gilt unsere ganze Konzentration den Insulanern aus Stralsund. Das wird schwierig genug. Auf der Insel haben wir knapp mit 23:24 den Kürzeren gezogen, aber ganz bestimmt nicht weil wir schlecht gespielt hätten. Gegen Teams wie Usedom oder eben Stralsund ist gut spielen sozusagen die Mindestvoraussetzung. Um zu gewinnen, muss noch ein bisschen was obendrauf kommen.”

Umso glücklicher sind Trainer und Spieler, dass diese wichtige Partie in der heimischen Erle stattfindet. Denn zu Hause haben die MTVler bisher nur gegen die unvermeidlichen Ludwigsfelder und äußerst unglücklich gegen die den Lausitzer HC verloren und beide Male nur mit einem Treffer weniger. “Da beißt die Maus keinen Faden ab”, unterstreicht auch Tilo Leibrich. “Wir spielen mit unseren Fans im Rücken einfach besser als ohne sie.”

Erklärte Absicht der Mannschaft ist es deshalb nicht nur, die zwei Punkte gegen den HSV Insel Usedom zu Hause zu behalten, sondern sich mit einem beherzten, mitreißenden Spiel bei ihren Fans und Sponsoren für die hundertprozentige Unterstützung über die ganze Saison zu bedanken. Tilo Leibrich: “Und das gilt nicht nur für dieses, sondern für alle unsere drei noch ausstehenden Heimspiele. Mindestens.”

In einer ersten Version dieses Artikels stand regelrechter Unfug. Der Autor möchte sich dafür bei den Leserinnen und Lesern dafür entschuldigen und hofft, nicht mehr allzuoft zwischen Mitternacht und drei Uhr morgends schreiben und auf PDF-Dateien vertrauen zu müssen, die nicht vollständig geladen wurden.

Foto: Edgar Nemschok

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