Die Oberligaherren des MTV 1860 Altlandsberg unterliegen dem noch Meister Lausitzer HC Cottbus knapp, am Ende verdient und dennoch nicht notwendiger Weise mit 26:29 – und das obwohl sie zur Halbzeit und noch lange danach vorne gelegen hatten.

Wenn Trainer etwas nicht leiden können, dass Lücken im Spieltagskalender, vor allem wenn ihre Mannschaft einen Lauf hat, so wie zuletzt die Schützlinge von MTV-Coach Tilo Leibrich mit fünf Spielen ohne Niederlage. Vorbei. Der Rhythmus ist dahin. Am vergangenen Samstag unterlagen sie den Cottbussern, die sich derzeit einen Spaß daraus machen, etwa gegen Spandau mit 19:27 oder gegen Grünheide mit zu Hause mit 23:28 zu verlieren, gegen das Oberhaus der Liga aber 100%ig da zu sein und etwa den Stralsunder HV mit 28:24 zu schlagen.

So gesehen befindet sich der MTV in durchaus illustrer Gesellschaft, was den Altlandsberger Übungsleiter aber auch nicht wirklich zu besänftigen vermag: “Wenn man nach umkämpfter, enger Partie endlich die Führung übernimmt, noch dazu in des Gegners Halle, mit 17:15 in die Pause geht und gleich nach Wiederanpfiff das 18:15 erzielt, diese Führung bis ca. zehn Minuten vor Schluss gegen die stürmischen Angriffe der Hausherren verteidigt, darf man das Match in den letzten zehn Minuten nicht derart leichtfertig aus der Hand geben.”

Darf man vielleicht nicht, hat man aber trotzdem. Viel Zeit der vergossenen Milch nachzuweinen haben die Grün-Weißen nicht, ganz abgesehen, dass es auch nicht viel Sinn macht. So ist es kein Zufall, dass der Führungswechsel in zeitlichem Zusammenhang mit Fabian Plauls Roter Karte (nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe) erfolgte. Welche Trainingsinhalte sollen gegen einen solchen Spielverlauf helfen?

Am nächsten Samstag müssen die Altlandsberger Herren schon wieder auswärts auftreten. Gegen die SG Uni Greifswald / Loitz sollte wieder gewonnen werden. Denn die eigenen Niederlage sowie das Unentschieden des HSV Insel Usedom gegen die Zwote der Füchse hat dem MTV zumindest kurzfristig den dritten Tabellenplatz gekostet. Und Dritte würden alle Altlandsberger am Ende der Spielzeit schon sehr gerne werden.

MTV:

Philipp Pohl (Tor), Emmanuel Frimpong (Tor), Nico Cornelius 4, Friedrich Hanschel, Marco Leupert 5, Josip Perkovic, Fabian Plaul 2, Florian Riegler, Toni Schäl 1, Arian Thümmler 2, Ridha Trabelsi 4, Christian Untermann, Stephan Untermann 1, Dominic Witkowski 7/4.

Foto: Edgar Nemschok

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