Am 08.09. stand das erste Heimspiel der zweiten Frauen des MTV Altlandsberg gegen die Damen des LHC Cottbus an. Nach den 29 Gegentoren in Massen am vergangenen Wochenende lag der Schwerpunkt in der Vorbereitung auf Cottbus klar in der Abwehr. Eine aggressivere und deutlich offensivere Deckung wurde zu diesem Zweck von Trainer Michi eingeführt und trainiert.

Davon war nur leider in den ersten Spielminuten kaum etwas zu sehen. Die Altandsberger Damen hatten zunächst Schwierigkeiten sich in die eigene neue Deckung einzufinden und das nutzten die Spielerinnen des LHC Cottbus gekonnt aus. Eh man sich versah stand es in der 6. Spielminute 1:5 für die Gäste. Das war jedoch natürlich noch lange kein Grund für die Altlandsbergerinnen den Kopf hängen zu lassen. Der Kampfgeist der Grün-Weißen blühte auf und so konnten die Damen aus Cottbus in den restlichen 24 Minuten der ersten Halbzeit nur noch 6 weitere Tore erzielen. Im Gegenzug wirft das Team des MTV Altlandsberg noch 7 Tore und muss trotz einer nun starken Abwehrleistung mit einem 3 Tore Rückstand (8:11) in die Halbzeitpause gehen.

Die aufmunternden und motivierenden Worte von unseren Trainern Kochi und Michi in der Kabine waren mit Sicherheit maßgeblich für das, was sich Anfang der zweiten Halbzeit in der „Erle“ abspielte. Technische Fehler verringerten sich und Torchancen wurden genutzt. Nach einer sich ewig anfühlenden Verfolgungsjagd können die Altlandsbergerinnen in der 47. Spielminute durch Mettchi (Sandra Mettcher) den Ausgleichstreffer zum 16:16 erzielen. Das dieses Tor ein enorm wichtiger Wendepunkt für die Grün-Weißen war, stellte sich im weiteren Spielverlauf heraus. Nach dem Ausgleichstreffer können die Altlandsbergerinnen nicht nur in Führung gehen, sondern diese Führung sogar auf 4 Tore ausbauen. In der 52. Minute steht es 20:16 für die Grün-Weißen und das Spiel scheint gedreht… Doch selbstverständlich können es die 2. Damen des MTV Altlandsberg einfach nicht ohne explodierende Spannung und Drama. Ob es der Aufregung geschuldet war, oder vielleicht zu früher Sicherheit sei dahingestellt. Fakt ist, in der 60. Spielminute haben sich die Cottbusserinnen auf ein Tor herangekämpft und es steht 22:21. Alle Hände (ob Zuschauer, Trainer oder Spieler) waren wohl in der verbleibenden knappen Minute gleich zittrig. Die Sekunden erschienen wie Minuten und trotzdem schaffen es die Altlandsbergerinnen den Sieg in Sack und Tüten zu packen. Der Schlusspfiff beendet das Spiel mit der bleibenden Führung (22:21) für den MTV.

Mit Sicherheit hätten Fans und Spieler dieses Spiel gerne bereits mit der 4 Tore Führung für den MTV ohne die enorme Spannung in Sicherheit gesehen, Trainer Michi nimmt es mit Humor: „Um es mal spaßig zu sagen: Spannung, Spaß und Spiel all das ist vorhanden und den Fans wird bei uns nie langweilig.“. Mit 21 Gegentoren ist der Trainer diesmal zufrieden, nur die technischen Fehler, die uns so sehr in Bedrängnis gebracht haben sind reduzierbar. Wie haben es die Altlandsbergerinnen also geschafft den Sieg trotz vieler technischer Fehler heimzubringen? „Ganz einfach!“, sagt Abwehrcheffin Anni (Annika Greger), „Die Basis für unseren Erfolg ist die Abwehr!“. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten ist Anni überzeugt, dass sich das Team mit seiner auf weiten Strecken guten Abwehrleistung, insbesondere durch das Spielen zweier Abwehrformationen den Sieg erkämpfen konnte. Und der Expertin in Sachen Abwehr kann man Glauben schenken!

„Letztendlich ist das Spiel aber gewonnen und das müssen andere erstmal nachmanchen“, schließt Trainer Kochi und Michi ab, „im kommenden Duell gegen Falkensee wollen wir dann aber endlich mal ohne zittern 2 Punkte mit nach Hause nehmen.“

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