Und sie können es doch noch!

Am vorletzten Spieltag unserer gemischten E-Jugend ging es nach Müncheberg, wo neben den Gastgebern der bislang noch ungeschlagene HSC 2000 Frankfurt/Oder auf uns wartete. Mit dem Rückenwind des Turniersiegs beim Wuselturnier vor Wochenfrist sowie der Tatsache, dass wir mit 11 Spielern (Saisonrekord!) antreten konnten, ging die Mannschaft das erste Spiel gegen die Oderstädter an. Und nachdem der Respekt vor dem Gegner nach wenigen Minuten abgelegt werden konnte, entwickelte sich tatsächlich ein für unsere Verhältnisse relativ ausgeglichenes Spiel. Der Spielaufbau v.a. über Nic und Anton gelang sicher und vorne konnte sich insbesondere Connor ein ums andere Mal mit zum Teil sehr sehenswerten Aktionen durchsetzen. Einzig die fehlende Verbindung zwischen Spielaufbau und Offensive infolge mangelnder Laufbereitschaft einzelner Spieler musste zu diesem Zeitpunkt kritisiert werden. Dafür arbeitete die Abwehr weitestgehend konzentriert, ließ dem Gegner wenig Platz und im Tor konnten wir uns auf einen starken Hannes verlassen. So ging es mit einem halbwegs erträglichen 4:10 in die Halbzeitpause.

In dieser blieb dann leider der Mut und das Selbstvertrauen auf der Strecke. Viele individuelle Fehler, Unkonzentriertheiten sowie ein zögerliches Aufbauspiel führten zu einem deutlichen 6:22 Rückstand, welcher in letzter Sekunde noch auf 7:22 verkürzt werden konnte. Fazit: stark begonnen, aber auch stark nachgelassen…

In Spiel 2 trafen wir mit dem HSV Müncheberg/Buckow auf das Team, gegen welches wir am 1. Spieltag unseren bislang einzigen Sieg verbuchen konnten. Entsprechend motiviert gingen wir in dieses Spiel. Und nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten konnte sich die Mannschaft durch konzentriertes Aufbauspiel, gute Bewegung in der Offensive und individuelle Abschlussstärke rasch auf 9:5 in der 12. Minute absetzen. Doch wer jetzt eine ruhige, weil einseitige Partie erwartete, der sah sich getäuscht. Im Anblick des sicheren Vorsprungs schlichen sich ungeahnte Fehler in das Spiel ein. Es fand kaum ein Pass mehr den Mitspieler. Somit waren es lediglich Einzelaktionen, mit welchen wir vor das gegnerische Tor kamen. Und dort wurden die wenigen Chancen teils kläglich vergeben. In der Defensive wurde der Gegner höflich bis vor das eigene Tor begleitet und auch ja nicht am Wurf gehindert. Und so konnte auch der sonst starke Hannes im Tor nicht verhindern, dass es zur Halbzeitpause 9:10 stand. Es war wahrlich zum Haareausreißen, so denn noch welche vorhanden waren. Aufgrund dieses Leistungsabfalls musste man auf der Trainerbank tatsächlich um den 2. Saisonsieg bangen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte sich der Spielverlauf zunächst unverändert fort. Doch mit einem Mal, beim Stand von 10:11, schienen sich alle Spieler darauf zu besinnen, worauf es bei diesem Sport ankommt. In der Defensive wurde der Gegenspieler wieder eng gedeckt, es wurde ausgeholfen und der Gegner so an einfachen Torwürfen gehindert. Und was auf’s Tor kam, wurde von Hannes teils spektakulär unter Zuhilfenahme aller verfügbaren Körperteile pariert. Im Spielaufbau kamen die Pässe wieder an, der Ball wurde meist sicher gefangen und vorne saß nahezu jeder Wurf. Auch nach einigen Wechseln änderte sich erfreulicherweise nichts daran, so dass auch Anna sowie fast alle anderen Spieler zu Treffern kamen. Man muss auch anmerken, dass fast jeder Angriff strukturiert vorgetragen wurde. D.h. dass zumeist ein Spieler den Ball mit Tempo nach vorne trug, um dann ggf. selbst abzuschließen oder den freien Mitspieler fand. Sicher sollte unser mittelfristiges Ziel sein, den Ball mit präzisem Passspiel nach vorne zu tragen, jedoch verfiel unsere Mannschaft nicht in die simple und wenig attraktive kick-and-rush-Mentalität, die wir in dieser Saison bei so vielen anderen Mannschaften schon beobachten mussten. Die Chemie in der Mannschaft stimmte einfach. Und so stand am Ende ein mehr als verdientes 24:12 auf dem Tableau.

Ein großes Lob sei an dieser Stelle aber auch der Mannschaft aus Müncheberg/Buckow ausgesprochen, die uns das Leben lange sehr schwer gemacht hat.

Mit diesen positiven Eindrücken wenden wir uns nun der F-Jugend-Spielrunde am 2.3. in eigener Halle zu, wo wir ja viele unserer E-Jugendspieler wiedersehen werden. Allerdings wird dann unser Fokus sicherlich auf der Weiterentwicklung der jüngeren und unerfahreneren Spieler liegen. Doch dabei wird die Hilfe unserer „alten“ Hasen sicherlich nicht hinderlich sein.

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