Die Drittligadamen des MTV 1860 Altlandsberg unterliegen der Vertretung des SV Grün-Weiß Schwerin deutlich mit 24:32 (11:16) und bleiben damit sowohl hinter den Erwartungen ihrer Fans wie hinter ihrem eigenen Vermögen zurück.

Ob es an Schwerin liegt? Oder daran, dass man sich zu viel vorgenommen hatte? Oder an einer Mischung aus beidem? Man weiß es nicht. Was man nach 60 Minuten am Samstag Abend in der Altandsberger Erlengrundhalle aber ganz bestimmt weiß, ist dass die Schützlinge von MTV-Coach Seabstian Grenz keine Minute eine an Hand an dieses Spiel bekommen haben, niemals „auch nur auf Schlagdistanz herangekommen sind“ (MTV-Vorsitzender André Witkowski).

Mit anderen Worten: Der Auswärtssieg der Schwerinerinnen geht voll und ganz in Ordnung. Sie waren schneller als die Altlandsbergerinnen. Sie waren engagierter als die Altlandsergerinnen. Sie waren ausdauernder als die Altslandbergerinnen. Sie waren gewitzter als die Altlandsbergerinnen. Sie waren torgefährlicher als die Altlandsbergerinnen. Oder mit einem Wort: Die Schwerinerinnen waren besser als die Altlandsbergerinnen.

Das ist gerade deshalb für alle MTVler auf und neben der Platte so enttäuschend, weil sich alle so viel vorgenommen bzw. erhofft hatten. Auch das Buxtehude-Spiel am vergangenen Wochenende war verloren gegangen. Aber das war fern der Heimat geschehen. Und 40 Minuten lang hatte sie Altlandsberger Reisegruppe geführt. Alles was an dieser Begegnung gut gewesen war, sollte mit in das Schwerin-Spiel genommen und alles was nicht so gut gewesen war, sollte besser gemacht werden.

Nichts wurde besser. Fehlgeleitete Abspiele. Fahrlässige Abschlüsse. Fast alle auf Altlandsberger Seite hatten einen gebrauchten Tag. Der am tragischsten wohl in den Augen von Manja Berger und Sophia Mattisseck gewesen sein muss. Denn Berger lieferte ein sehr gutes, Mattisseck sogar ihr vielleicht bisher bestes Spiel im MTV-Dress ab. Aber wie kann man das genießen oder sich gar darüber freuen, wenn der Rest komplette Grütze ist? Auf die Frage, wieso sie so ernst schauen würde, konterte Sophia Mattisseck jedenfalls mit der an diesem Abend einzig korrekten Antwort: „Nun, wir haben verloren.“

Weil dem aber erstens nichts hinzuzufügen ist und Erklärungen zweitens nicht zu Entschuldigungen mutieren dürfen, gibt es nur eine mögliche Reaktion auf diese Pleite: Haken dran. Da auch rabiateste Selbstkasteiungen die zwei verlorenen Punkte nicht zurückbringen und das Team erwiesener Maßen mehr kann als es hier gezeigt hat, heißt das Gebot der Stunde Köpfe frei machen und ab sofort volle Konzentration auf die Vorbereitung auf das nächste Auswärtsspiel gegen die TSG Wismar. Die Truppe nämlich hat gerade in Hildesheim die Eintracht Hildesheim mit 21:20 geschlagen, die wiederum eine Woche zuvor Schwerin in Schwerin mit 25:22 besiegt hatte. Man sieht: Nichts wird einfacher.

MTV:

Jennifer Höft (Tor), Yvonn Willim (Tor), Manja Berger 5, Josephine Dähne 1, Annika Fleck 1, Ann-Catrin Höbbel 7/4, Josephin Keßler 1, Sophia Mattisseck 5, Christine Miniers, Marlene Steffen 2, Anne Weier 2.

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