Zum Auftakt der Rückrunde in der Saison 2018/19 treffen die MTV Drittliga-Damen am kommenden Samstag wieder auf die Erstligareserve des Buxtehuder SV (Achtung: Anwurfzeit 17:00 Uhr).

Nicht nur aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs wäre es vermessen, die Hoffnungen auf einen Altlandsberger Sieg ausgerechnet gegen die Wundertüte des Buxtehuder SV II in zu lichte Höhen zu schrauben. Satte Niederlagen haben die Norddeutschen nur gegen die Hannoveraner JUNGE WILDE (26:34 zu Hause) sowie gegen die HSG Jörl Doppeleiche Viöl (21:26 auswärts) hinnehmen müssen. Und dann ist da noch das – neben dem 25:24 Wismars gegen Viöl – bemerkenswerteste Ergebnis der Hinrunde: die 15:18 Niederlage des BSV II gegen die HSG Owschlag-Kropp-Tetenhusen.

Tatsächlich hätte nicht viel gefehlt, und das Hinspiel gegen den MTV hätte sich zu dieser kurzen Reihe hinzugesellt. Wieviel gefehlt hat, lässt sich sogar exakt in Minuten fassen: zwanzig. Bis zur 40. Minute führten damals die Grün-Weißen nämlich in und gegen Buxtehude. Erst im Schlussdrittel der Partie mussten die Schützlinge von MTV-Coach Sebastian Grenz dem hohen Aufwand, den sie dazu hatten betreiben müssen Tribut zollen und unverdient hoch mit 23:30 geschlagen nach Hause fahren.

Aber alle Vergleiche hinken und alle Quervergleiche im Sport hinken sowieso und überhaupt. Die Debatte über die Favoritenrolle in der Erlengrundhalle dürfte eine zeitlich überaus überschaubare sein. Alles andere als ein Buxtehuder Erfolg wäre die Überraschung schlechthin. Aber genau darin, dass diese Überraschung trotz und alledem nicht komplett auszuschließen ist, liegt der ganz besondere Reiz dieser vorweihnachtlichen Begegnung.

„Wir werden rennen und kämpfen, um die Chance, die wir vielleicht nicht haben, beim Schopf zu greifen“, kündigt der Altlandsberger Übungsleiter an. „Wir haben nämlich nichts zu verlieren. Also können wir durch einen beherzten Auftritt nur gewinnen. Und natürlich haben wir uns fest vorgenommen, nichts unversucht zu lassen, um unsere Fans mit einer gehörigen positiven Überraschung in die Weihnachtsfeiertage gehen zu lassen. Aber selbst wenn das nicht gelingen sollte, soll am Ende niemand behaupten können, wie seien nicht bis an unsere Grenzen und ein gutes Stück darüber hinaus gegangen, um das Unmögliche möglich zu machen.“

Foto: Edgar Nemschok

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