Im September beginnt das fünfte MTV-Jahr
Marcus Schwiderski, „Kutte“ wie sie ihn allen nennen, hat gerade wenig Zeit. Er muss Sachen packen, denn er geht gemeinsam mit seinen Handball-Kameraden auf Saison-Abschlussfahrt. Wohin: Nach Mallorca natürlich. Es gibt wohl keinen, der das den Handballern des MTV nicht gönnt. Die Männer haben souverän die Meisterschaft nach Altlandsberg geholt und sind Aufsteiger in die Regionalliga Ostsee-Spree. Einen großen Anteil am Erfolg hat natürlich auch der Kapitän Marcus Schwiderski.
„Im September beginnt für mich das fünfte Sportjahr beim MTV. Nein, ich habe es nicht bereut, dass ich damals nach Altlandsberg gewechselt habe“, sagt er, obwohl er noch heute in Grünheide wohnt. „Ich bin in Rüdersdorf geboren und habe viele Jahre beim Grünheider SV gespielt – also alles ein wenig gegensätzlich“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Jeder weiß um die Rivalitäten zwischen dem Grünheider SV und dem MTV Altlandsberg. „Heute ist der MTV mein Verein und das wird auch so bleiben. Ich fühle mich hier sehr wohl.“
Zu Beginn der Oberliga-Saison wurde Marcus Schwiderski von der Mannschaft zum Kapitän gewählt. „Das hat mich sehr gefreut, und ich hätte nichts dagegen, wenn ich den Job auch in der neuen Serie übernehmen darf“, sagt der 32-Jährige, der einen großen Erfahrungsschatz mitbringt und bewiesen hat, dass er eine Mannschaft führen kann. Zum Thema Abstieg sagt er heute zurückblickend: „Das war sehr bitter. Kein Sportler möchte absteigen. Das Problem war in den folgenden Wochen, dass wir uns wieder finden mussten und nicht so richtig wussten, wie es weitergeht. Im ersten Spiel gewannen wir sehr hoch, um dann aber am dritten Spieltag gleich eine Niederlage zu kassieren. Heute sage ich, die Niederlage kam zum richtigen Zeitpunkt.“ Bei seinem Rückblick auf die Saison ärgert ihn die Niederlage am letzten Spieltag beim HSV Wildau besonders.
Aber auch bei ihm geht der Blick nach vorn. „Ich denke schon, dass wir in der Regionalliga mithalten können. Besonders freue ich mich auf Duelle mit den Favoriten der Liga, HSV Insel Usedom und dem LHC Cottbus. Aber ganz besonders freue ich mich auf die Spiele gegen die TSG Lübbenau. Wir haben damals zwei Niederlagen hinnehmen müssen, die mich sehr geärgert haben. Eventuell können wir diese offenen Rechnungen nun begleichen“, sagt Marcus Schwiderski, der bei der Bayer AG am Standort Berlin und dort in der Produktionsplanung arbeitet