Nach der Saison ist vor der Saison

Die Saison ist beendet und die Männermannschaft des MTV Altlandsberg hat mit der Meisterschaft und dem Aufstieg die selbst gesteckten Ziele erreicht. Sind nun wirklich alle im Team zufrieden? Edgar Nemschok sprach mit Torwart Jan Lebelt.

Hallo Jan, wie geht es?

Mir geht es sehr gut. Privat, beruflich und auch sportlich – ich kann wirklich nicht klagen

Was bedeutet der Erfolg mit dem MTV für dich?

Ich freue mich sehr auf die Regionalliga. Dort warten starke Gegner, größere Hallen und ein höheres sportliches Niveau.

Oh, wie meinst du das?

Na ja, zunächst gilt es festzuhalten, dass wir den Aufstieg wirklich verdient haben. Er wurde uns nicht geschenkt, aber ich denke, dass sich die Mannschaft doch souverän durchgesetzt hat.

Du bist jetzt 32 Jahre alt und hast in puncto Handball viel erlebt. Wie oft bist du eigentlich schon Meister geworden?

Im Laufe meiner Karriere durfte ich einige schöne Erfolge feiern. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Mitteldeutsche-Regionalliga-Meisterschaft mit dem HC Elbflorenz Dresden im Jahr 2018/2019. Die Meisterschaft mit dem MTV Altlandsberg ist aber ebenfalls etwas Besonderes, weil sie den Abschluss einer sehr erfolgreichen Saison und gleichzeitig den Aufstieg in die Regionalliga bedeutet.

Du kamst zum Oberligajahr neu zum MTV. Wie war der Start in die Liga für dich als Torwart?

Ich traue mich das gar nicht zusagen. Nach den ersten Spielen doch ganz schön angefressen.

Warum, was war los?

In den ersten fünf Spielen habe ich gefühlt in jeder Partie ein oder zwei Bälle ins Gesicht bekommen. Da war meine Begeisterung anfangs etwas begrenzt. Im Verlauf der Saison hat sich das aber zum Glück etwas gelegt.

Nach der Saison ist vor der Saison. Kann der MTV in der Regionalliga mithalten?

Ich denke ja. Die Entwicklung der Mannschaft ist noch nicht abgeschlossen. Wir haben ein gutes Trainerteam mit Roy Kalweit an der Spitze. Er arbeitet akribisch, findet fast immer die richtigen Worte, hat eine sehr professionell Trainingssteuerung und versteht es, die Mannschaft auf den jeweiligen Gegner gut einzustellen.

Aber was macht den MTV auch für die Regionalliga stark?

Zunächst die Abwehr und dann das ausgeprägte Tempospiel. Wir haben zwar eine recht junge Mannschaft, aber der Kern der Truppe ist schon lange zusammen. Wir sind ein eingespieltes Team. Inzwischen hat der MTV auch einen breiten Kader.

Und die Schwächen?

In der Chancenverwertung haben wir sicherlich noch Potenzial. Wir erspielen uns viele gute Möglichkeiten, nutzen diese aber nicht immer konsequent genug.

Gab es ein Spiel in der abgelaufenen Saison, das auch ein Routinier nicht vergisst?

Klar, das Heimspiel gegen den HSV Wildau. Mit 25 Paraden konnte ich beim 39:23 richtig gut helfen.

Jetzt geht es in den Urlaub und dann mit neuem Schwung in die neue Saison.

Genau, am 5. September beginnt für uns das Abenteuer Regionalliga

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