„Seit ich 17 bin spiele ich im Männerbereich Handball – in der Regionalliga. Ich freue mich, dass meine Mannschaft den Aufstieg zurück in die vierte Liga geschafft hat. Schade, dass für mich die Saison früher zu Ende war. Aber das passiert. Ich hätte natürlich gern mehr geholfen, aber diese Verletzung ist schon hart. Ich bin aber niemandem böse und auch das Schicksal habe ich so akzeptiert“, sagt Phillipp Hudewenz, der beim MTV auf der linken Außenposition spielt.
Im Spiel gegen den SV Jahn Bad Freienwalde – bis zu diesem Spiel hatte er eine großartige Saison mit 65 Toren absolviert – knickte er unglücklich mit dem rechten Fuß um. Die Diagnose: Achillessehnenriss. Nach zwei Kreuzbandrissen nun das! „Es geht nur sehr langsam voran. Nach guten Phasen kommen Rückschläge und immer wieder wird der Heilungsprozess von Schmerzen begleitet“, erzählt er und lobt gleichzeitig die Arbeit des betreuenden Physiotherapeuten Dario Förster. „Ich habe mich in stillen Momenten schon des Öfteren gefragt, ob es wirklich sein muss und ob ich mir das alles wirklich antun sollte. Aber Handball gehört zu meinem Leben und eine innere Stimme sagt mir dann, dass ich so meine sportliche Karriere nicht beenden sollte.“
Er will aber nicht aufgeben und erhält von vielen Seiten Unterstützung. Seine Frau Nadin steht eng an seiner Seite. „Sie baut mich immer wieder auf. Obwohl sie selbst keine Leistungssportlerin ist, zeigt sie Verständnis und macht mir Mut. Ohne sie hätte ich mich wahrscheinlich nicht noch einmal für den Sport entschieden. Dreimal in der Woche Training, dann die Spiele am Wochenende – das ist schon ein hoher Aufwand.“
Phillipp Hudewenz sagt auch, dass der Verein, insbesondere die Mannschaft, ihm helfen, diese Phase zu überstehen. „Zu Beginn der Saison wurde ich als Co-Kapitän gewählt. Das hat mich sehr gefreut, und ich sehe das als eine Ehre an.“
Phillipp Hudewenz spricht von den besonderen Fans beim MTV, die ganz genau anerkennen, wenn sich die Spieler so richtig reinhängen. Und er erinnert auch an die große Unterstützung, die er von Ilona und André Witkowski bekam, als er erneut zum MTV wechselte. „Ich fühle mich beim MTV sehr wohl und werde ganz sicher nicht noch einmal ein anderes Vereinstrikot tragen“, sagt der heute 32-Jährige.