Am kommenden Samstag (Anwurf: 19:30 Uhr) sind die Drittligadamen des MTV 1860 Altlandsberg wieder in der heimischen Erle gefordert. Gast ist die Vertretung der HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen, gegen die die Grün-Weißen endlich auch zu Hause punkten wollen.

Natürlich hat der 33:19 Erfolg in und gegen Hildesheim alle Beteiligten gut getan. Den Fans, den Verantwortlichen, den Sponsoren und nicht zuletzt dem Altlandsberger Drittliga-Team selbst. Erstens weil jeder Sieg gut tut. Aber einer, der so souverän und deutlich errungen wurde tut das erst Recht.

Was er noch wert war, ist außerdem der aktuellen Tabelle abzulesen. Die MTV-Damen haben nicht nur die Rote Laterne an eben jene Hildesheimerinnen abgegeben, sie haben sich zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit aus der Abstiegszone herauskatapultiert. Was der Sieg aber für die Zukunft bedeutet, muss sich am kommenden Samstag gegen die HG O-K-T erst noch herausstellen. Strohfeuer oder Wendepunkt.

„Auch auf die Gefahr hin, auf der Platte eines besseren belehrt zu werden“, versucht sich Team-Chef Wolfram Eschenbach an einer Einordnung, „bin ich überzeugt, dass unser Auftritt in Hildesheim kein Strohfeuer war. Wir haben endlich die ganz üble Phase fortgesetzten Verletzungspechs hinter uns gelassen und mit Karolina Czyz im Tor und Beatrice Zacharias auf der rechten Außenbahn die Mannschaft zusätzlich verstärkt. Das war in Hildesheim deutlich sichtbar und wird am Samstag auch in der Erle zu sehen sein.“

Was aber nicht heißt, dass irgendjemand beim MTV die Gegnerinnen unterschätzen würde. „Angesichts unserer vorherigen Ergebnisse“, schmunzelt MTV-Coach Sebastian Grenz, „werden sich unsere Gäste aus dem Norden sicher ausgerechnet haben, die zwei Punkte an die deutsch-dänische Grenze entführen zu können. Und sie werden ihren Plan sicher nicht geändert haben.“

Wieso auch? Die HG O-K-T kann mit stolz geschwellter Brust nach Altlandsberg reisen. Auch sie gewannen am letzten Wochenende deutlich (29:19 zu Hause gegen Schwerin) und haben sich mit diesem dritten Erfolg in Serie (darunter auch ein 18:15 gegen Buxtehude II) am eigenen Schopf aus ihrer ganz eigenen kleinen Krise nach drei Auftaktniederlagen herausgezogen.

Das samstägliche Aufeinandertreffen hat mithin für beide Kontrahenten richtungsweisenden Charakter. Bleibt der Aufwärtstrend erhalten oder erfährt das augenblickliche Hochgefühl einen Dämpfer? „Dämpfer hatten wir in dieser Saison schon mehr als genug“, winkt der Altlandsberger Übungsleiter ab. „Wir haben gezeigt, dass wir souverän siegen können. Jetzt wollen und werden wir das auch in unserer Halle, vor unseren eigenen Fans unter Beweis stellen. Nicht das am Ende noch jemand auf den Gedanken kommt, wir könnten in dieser Saison nur auswärts gewinnen.“

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