In Zeiten, in denen das Wünschen nicht mehr helfen wird

Die Drittligadamen des MTV 1860 Altlandsberg unterliegen der HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen ebenso unnötig wie verdient mit 26:33 (12:17).

Die Grün-Weißen fingen gut an, gingen in Führung, hielten lange mit (11:11 in der 14. Minute). Es half aber nichts. Im letzten Drittel der ersten Hälfte geriet die Partie ins Rutschen. Zwei, drei Fehler im Spiel nach vorne genügten der HG O-K-T, um sich mit einer bequemen 17:12 Führung in die Halbzeitpause zu verabschieden.

Die zweite Hälfte war gerade mal 124 Sekunden alt, da waren alle Hoffnungen der MTV-Fans auf eine starke Antwort bereits wieder Geschichte. Das 17:12 hatten die Gästinnen blitzartig in ein 20:12 gewandelt. In der 45. Minute trennten die beiden Teams schon zehn Treffer (16:26). Und auch wenn es die Schützlinge von MTV-Coach Sebastian Grenz ehrt, dass sie sich nicht aufgaben, kämpften und den Rückstand verkürzten (am Ende 26:33), es blieb am Ende doch nur Ergebniskosmetik. Das Spiel und die Punkte waren so oder so weg.

Gerade mit dem fulminanten 33:19 Erfolg in Hildesheim im Rücken schlug dieser neuerliche Misserfolg zusätzlich ins Kontor. Immerhin standen dem Trainer praktisch drei zusätzliche Spielerinnen zur Verfügung, die mit dem kümmerlichen Saisonauftakt wenig bis gar nichts zu tun hatten. Magdalena Stanulewicz auf Linksaußen, Beatrice Zacharias auf Rechtsaußen und Karolina Czyz im Tor. Alle drei sind definitive Verstärkungen. Alle drei (ja, selbst die Torhüterin) konnten sich in ihren ersten zwei Partien für den MTV in die Torschützenliste eintragen. Am negativen Gesamtergebnis des vergangenen Samstags konnten aber auch sie nichts ändern.

„Abwarten und auf bessere Zeiten hoffen hilft hier eindeutig nicht weiter“, meldet sich der für die Damenmannschaft verantwortliche stellvertretende Leiter der MTV-AG Leistungshandball Georgios Tsapanos zu Wort. „Wir werden in den nächsten Tagen mit allen Beteiligten sehr ernste Gespräche führen und, wo notwendig, auch vor harten, aber ganz offensichtlich notwendigen Entscheidungen nicht zurückschrecken. Unser Minimalziel für diese Saison ist der Klassenerhalt. Wir werden dieses Ziel aber nur erreichen, wenn wir es alle und alle kompromisslos wollen. Das Wünschen allein hilft nicht mehr.“

„Und damit hier gar keine Missverständnisse aufkommen“, ergänzt Tsapanos, „das Erreichen des Final Four im HVB-Pokalwettbewerb in Potsdam ist nächstes Wochenende bei den Viertelfinalbegegnungen in Calau Pflicht. Zudem werden wir auch diese HVB-Pokal-Runde mit einem gemixten Team aus Erster und Zweiter Damenmannschaft bestreiten. Unsere Zweiten Damen führen die Brandenburgliga übrigens nach sieben Spieltagen noch ohne Niederlage an.“

MTV:
Jennifer Höft (Tor), Karolina Czyz (Tor), Josephine Dähne 2, Annika Fleck, Ann-Catrin Höbbel 9/4, Josephin Ke

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