Die Drittliga-Damen des MTV 1860 Altlandsberg bekommen es am kommenden Samstag mit der Vertretung des SV Henstedt-Ulzburg zu tun (Anwurf: 19:30 Uhr) – und schulden ihrem ebenso treuen wie leiderprobten Anhang endlich einen Heimsieg.

Das Schöne an der Wirklichkeit ist, dass es immer noch ein bisschen schlechter geht. Im Jahr 2000 gab es eine erste Stippvisite der Altlandsberger Damen in der NOHV-Regionalliga (wie das damals hieß) und die endete sage und schreibe mit 0 Punkten und im direkten Wiederabstieg. Damit kann die aktuelle MTV-Drittligabesetzung nicht mehr gleichziehen, hat sie doch zwei Partien in der bisher durchaus bescheiden laufenden Saison tatsächlich für sich entscheiden können. Beide aber auswärts.

Zuhause reiht sich bis dato eine Pleite an die andere. Ob gegen die Absteigerinnen aus der 2. Liga (Hannover) oder gegen die Aufsteigerinnen aus der Oberliga (Alstertal-Langenhorn), ob gegen die Tabellenprimuse (Buxtehude) oder gegen die Tabellennachbarn (Schwerin), nichts als Niederlagen. Die Schützlinge von MTV-Coach Sebastian Grenz haben noch exakt zwei Chancen, ihren treuen Fans einen versöhnlichen handballerischen Jahresausklang zu bescheren: 22. Dezember gegen Buxtehude und am kommenden Samstag gegen den SV Henstedt-Ulzburg.

Aufbauen können die Damen in grün-weiß auf ihre Leistung vom vergangenen Wochenende gegen den TSV Wattenbek, die Aufsteigerinnen der vergangenen und das Überraschungsteam der laufenden Spielzeit. Die Nummer ging zwar am Ende auch mit 25:26 verloren, aber es gab sicher nicht viele, die auf ein solch knappes Ergebnis getippt hätten. Und hätte es nicht eine, um es so freundlich wie möglich zu sagen, umstrittene Nicht-Sieben-Meter-Entscheidung der Unparteiischen in den Schlusssekunden gegeben, wäre vielleicht sogar eine Punkteteilung drin gewesen.

Das Beste: Gerüchteweise sollen sich die gegnerischen Offiziellen über die harte Gangart der Altlandsbergerinnen in der Abwehr beschwert haben. Na endlich, mag man da aus MTV-Sicht ausrufen. Endlich wird nicht nur freundlich dabei zugeschaut, was die Gegnerinnen so zwischen Kreis und Freiwurflinie so alles treiben. Endlich wird der Kampf angenommen und das einzig richtige Signal ausgesendet: Leichte Tore wird es heute für euch nicht geben. Wer das körperlose Spiel bevorzugt, ist beim Volleyball deutlich besser aufgehoben.

Allerdings werden das die Damen des TV Henstedt-Ulzburg durchaus ähnlich sehen. Ihre Saison 2018/19 läuft zwar graduell besser als die des MTV, zu behaupten, sie liefe gut, wäre auch irgendwie übertrieben. Sie werden keinen Gedanken daran verschwenden, zwei Punkte, die sie in der Endabrechnung um Klassenerhalt oder nicht dringend benötigen werden, ausgerechnet in Altlandsberg liegen zu lassen, wo noch kein Team etwas hat liegen lassen. Auch neben der A7 kann man Tabellen lesen.

Mit anderen Worten: die Samstags-Partie verspricht einen spannenden, vielleicht sogar dramatischen Verlauf. Sie verspricht Einsa

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